Himmelfahrt

und es ging zum 7. Mal zum NRW CUP nach Lelystad

Wie hieß es bei Robespierre:
“ Der König ist tot, es lebe der König“       NRW für Privatpersonen gibt es nicht mehr.

Durch den internationalen Druck der ORC ist es kaum noch möglich Regatten im YS Bereich durchzuführen. Auch mit Frank Zaum der neuen Führungsspitze habe ich über das Thema Regattafeld gesprochen. Die YS Formel ist nicht vergleichbar und wird auf nationaler Ebene weiter zurück gedrängt. Wer im Semiprof. Bereich unterwegs ist, kommt am Messbrief ORC nicht vorbei. Übrigens wird der in Hamburg ausgestellt und kostet ca. 2400,-- Euro. Mach das mal als Chartwerteilnehmer.

In diesem Jahr sind 19 Yachten gemeldet für den YS und wir sind dabei. An Himmelfahrt war dann auch die Welt in Ordnung. Es ging früh raus und an einer Tonne wurden Übungen gemacht für die Teilnahme an der Regatta. Dabei waren diesmal Ronald und Jürgen die noch keine Regattaerfahrung hatten, sowie Thomas mit ihm bin ich 2008 schon einmal an den Start gegangen.
Wenden, halsen, reffen, Start und kreuzen hießen die Zauberworte und sieh an, es wurde immer besser. Mit 4Bft ein ganz normaler Segeltag. Danach durch die Schleuse Lelystad in den Bataviahafen. Fest gemacht und bei strahlendem Sonnenschein eine Tasse Kaffee zur Erholung. Danach wie los, zurück in das Ijsselmeer und fest in der Marina Flevo Lelystad.
Der Grill wurde fertig gemacht und bei herrlichen Sonnenuntergang die Bratwurst genossen und ein gutes Bier. In die Koje ging es gegen Mitternacht, denn am Freitag kommen die ersten beiden Läufe und die beginnen um 0900. Das Briefing ging noch reibungslos, es gab schon Stimmen  von denen, die Nachts in die Glaskugel geschaut haben. Ein Wind wird kommen.
Recht sollten sie haben.
Auch beim Auslaufen zum Startbereich gab es schon eine Welle von 1-2m und der Wind konstant über 24kn zunehmend. Um 1000 Uhr wehte es mit 28kn und der Veranstalter hatte große Probleme das Startschiff zu verankern. Es wollte nicht halten, und so ging die Startlinie auf Reisen. Viel schlimmer ist noch, es handelt sich auch um das Zielschiff. Wo sollten wir suchen nach unserer Rückkehr.

Wir tanzten inzwischen auf den Wellen und fanden das schon nicht mehr lustig. Wer die engen Starts kennt, weiß wie schnell bei solchen Bedingungen eine Ramming kommen kann.  Dann kam der Startabbruch mit Ankündigung Verschiebung auf 1300 Uhr. Grund war neben den Problemen vom Starschiff auch dem Umstand geschuldet, das ein Segler über Bord gegangen war. Er wurde aufgefischt und es sollte weiter nichts passiert sein. Die Verantwortung übernimmt dann keiner bei der Rennleitung und so hieß es zurück in den Hafen.

Bilder vom Startschiff gemacht

                      Das Startfenster                                       und wir dabei

Doch der Weg ging genau gegen den Wind. Als wir ankamen war es schon 1130 Uhr und es konnte sich schon wieder auf das Auslaufen vorbereitet werden. Über Funk kam die Entwarnung. Startverschiebung bis 1500 Uhr. Auch gut, doch so wurde unser Tag ganzschön vertrödelt. Ich hatte vorgeschlagen mit dem Auto nach Horn zu fahren und die beiden Läufe zu streichen. Nur eine Entscheidung konnten wir nicht treffen. Schließlich waren wir ja wegen der Regatta da. Jedenfalls ging es dann pünktlich los um 1600 Uhr bei 20-22kn Wind. Zwei Läufe UP/DOWN in drei Gruppen bei denen nichts ungewöhnliches passierte. Danach rein und treffen im Festzelt zu Simon und Freund. Eine Zwei Mann Band die Stimmung in die Bude brachten. Bier in Flaschen Wurst auf dem Grill sowie singen und schunkeln waren angesagt. Aber um 2300 Uhr ist Schluss denn die Langstrecke wartet am Samstag auf uns. Die startete als Vorwind Kurs direkt vor der Hafeneinfahrt.

Da wir in der ersten Gruppe waren gingen wir als erste auf die Bahn zur Tonne HK die im Osten von Flevoland, die genau an der Brückendurchfahrt liegt. Alle kamen hinterher und sie starteten mit Leichtwindsegel. Ein Anblick der immer wieder gern gesehen wird. Wir hatten nur Normalbesegelung drauf , waren aber trotzdem so um Platz 6 unterwegs.  Die ORC Gruppen kamen auf und fuhren davon. Wir die YS kämpften unser eigenes Rennen.

Nach dem Runden von HK ging es an die Kreuz zur nächsten Tonne. Der Wind frischte auf und alle die den Kurs unter Land wählten konnten sich klar halten. Wir mussten reffen und wurden nass. Doch Hunde wollt ihr ewig leben, also raus und kreuzen bis zum Horizont.
Und wir rundeten die Tonne und gingen auf Raumschoot. Ausruhen und Kraft sammeln, ja bis zur Tonne und da hieß es wieder kreuzen zur Tonne Sport E. Die lag auf 258 Grad und da kam der Wind her. Also hoch ran bei 275 Grad und rüber über das Wasser bis zum Deich Lelystad/Horn.

Dann auf 180 Grad und runter zur Sport E auch recht gemütlich. Doch nun wieder höher ran zum Zielschiff und wo liegt das, natürlich auf 260 Grad. Es ging im angenehmen Kreuz rüber zur Ziellinie.

Jetzt muss man nur noch wissen das auf dem Weg zur Sport E Nebel aufkam. Keine Sicht auf den Deich. Jetzt muss man aber auch noch wissen , das starker Regen war. Es schüttete aus Kübeln und es bestand die Gefahr einen Fisch im Flug zu schlucken. Alles wurde im laufe der Zeit besser, Nebel weg und Regen noch stärker. Langsam floss er vermischt mit der überkommenden Gischt in den Segelanzug. Doch als der Zieleinlauf kam wussten wir das war gut gesegelt. Es ging in die Marina und klar Schiff machen. Klar Mann machen und ab zur Siegerehrung. Heute Abend blieb auf der Yacht die Küche kalt, denn der Veranstalter hatte ein riesiges Buffet chinesischer Küche organisiert.

Es wurde das Buch der Siegerehrung geöffnet. Ein Kapitel in dem wir nicht genannt wurden. Wir leisteten Beifall und machten uns ein wenig lustig über Crews.

- Wasser abgepumpt
- keine Lebensmittel an Bord
- keine Wechselsachen an Bord
- nur was Mann an hat darf mit

    Als ich erzählte das sogar unsere leere Gasflasche dabei war, fiel er vom Glauben ab.
Und als er erfuhr, das wir noch gekocht hatten und sogar einen vollen Mülleimer dabei hatten, wechselte er den Tisch.
Es sollte jeder bei den seinigen bleiben. Doch uns machte es Spaß.

 

           

In den UP/DOWN Läufen belegten wir jeweils Platz 8 und auf der Langstrecke Platz 11
das reichte für einen Gesamtplatz 9 von 19 Yachten. Wissen muss man noch, das eine Yacht vor dem ersten Lauf aufgab und drei weitere Yachten sich die ersten beiden Läufe bei dem Sauwetter sparten. Es handelt sich hierbei auch um Spaßsegler wie wir, und da versteh ich das. Man sollte nicht vergessen, wenn es das eigene Schiff ist ist es auch das eigenen Material welches zerstört werden könnte.

Fazit NRW 2013:

Der YS macht Spaß, doch man sollte ihn nicht zu Ernst nehmen. Eine Kontrolle der Yachten erfolgt nicht und ich finde es in Ordnung.

Es gab Regattafelder im YS da mussten mehrere Gruppen gemacht werden. Heute sind es 19 Yachten die gemeinsam starten.  Ich hatte schon das Gefühl man gehört da nicht hin. Auch kommt es mir vor, als ob wir beschmunzelt werden.
Ich hatte mich in einer Diskussion dann auch geäußert „Seit froh das wir da sind, denn wenn es keine Verlierer gibt macht das siegen keinen Spaß“ Ein zustimmendes nicken war da. Warten wir die Jahre ab

Bis die Tage
Burkhard

 Ergebnisse:

1. Lauf:

Platz

Skipper

TYP

Name

YS

Gr

Startzeit

Zielzeit

gesegelt

berechnet

1

Wenzel

Drachen

Cala… eintausend

107

1

16:00:00

16:50:34

00:50:34

00:47:16

2

Kramer

FUN

woodstock

105

1

16:00:00

16:53:12

00:53:12

00:50:40

3

Januscheck

J22

TRIO

104

1

16:00:00

16:56:41

00:56:41

00:54:30

4

Ochs

Dehler 28s TOP

Mirage

108

1

16:00:00

16:59:29

00:59:29

00:55:05

5

Grambow

SiX

Kermit

104

1

16:00:00

16:57:51

00:57:51

00:55:38

...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8

Heimann

Winner 1010

Grutto

98

1

16:00:00

17:00:38

01:00:38

01:01:52

18

...

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Lauf:

Platz

Skipper

TYP

Name

YS

Gr

Startzeit

Zielzeit

gesegelt

berechnet

1

Wenzel

Drachen

Cala… eintausend

107

1

17:35:00

18:25:45

00:50:45

00:47:26

2

Kramer

FUN

woodstock

105

1

17:35:00

18:26:21

00:51:21

00:48:54

3

Januscheck

J22

TRIO

104

1

17:35:00

18:28:51

00:53:51

00:51:47

4

Grambow

SiX

Kermit

104

1

17:35:00

18:29:28

00:54:28

00:52:22

5

Ochs

Dehler 28s TOP

Mirage

108

1

17:35:00

18:36:55

01:01:55

00:57:20

...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8

Heimann

Winner 1010

Grutto

98

1

17:35:00

18:33:21

00:58:21

00:59:32

18

...

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Lauf

Platz

Skipper

TYP

Name

YS

Gr

Startzeit

Zielzeit

gesegelt

berechnet

1

Grambow

SiX

Kermit

104

1

10:00:00

13:49:14

03:49:14

03:40:25

2

Kramer

FUN

woodstock

105

1

10:00:00

13:51:34

03:51:34

03:40:32

3

Januscheck

J22

TRIO

104

1

10:00:00

13:52:34

03:52:34

03:43:37

4

Dr. Schinzing

FUN

Blue Too

105

1

10:00:00

14:00:40

04:00:40

03:49:12

5

van Holt

J/24

1. Mai

102

1

10:00:00

13:59:51

03:59:51

03:55:09

...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

11

Heimann

Winner 1010

Grutto

98

1

10:00:00

14:32:30

04:32:30

04:38:04

18

...

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtwertung:

Platz

Skipper

TYP

Name

1.l

2.l

3.l

Punkte

1

Kramer

FUN

woodstock

2

2

2

7.0

2

Grambow

SiX

Kermit

5

4

1

10.5

3

Januscheck

J22

TRIO

3

3

3

10.5

4

Ochs

Dehler 28s TOP

Mirage

4

5

6

18.0

5

Heinen

Dehler 25 CR

Joly

6

6

8

24.0

...

9

Heimann

Winner 1010

Grutto

8

8

11

32.5

18

...

 

 

 

 

 

 

Chartwerwertung:

Platz

Skipper

TYP

Name

1.l

2.l

3.l

Punkte

1

Ochs

Dehler 28s TOP

Mirage

4

5

6

18.0

2

Padberg

X34

Vixen

11

10

7

28.0

3

Heimann

Winner 1010

Grutto

8

8

11

32.5