Brandaresrace
16.10.10


Harlingen - Westterschelling

 Race von ca. 71 Traditionsseglern
5. Platz in der Gruppe

Plazierungen

Originalbericht: www.kuiperbrandarisrace.nl

  

Wenn viel Holz auf dem Wasser ist, kann es eine verlorene Ladung oder eine Regatta von Traditionsyachten sein. Diesmal war es das Brandarisrace 2010 von Harlingen nach Terschelling. Mit 71 kleinen und großen Seglern ging es in sechs Gruppen am 16.10.10 um 1000 Uhr los. Wir waren mit der POMS ( www.poms.nl)in der Gruppe sechs.

Hier fanden sich alle wieder die nicht zu den klassischen Yachten der fünf Gruppen gehörten. Unserer Gruppe aus 12 Yachten ging um 1100 Uhr über die Startlinie. Mit an Bord waren diesmal Engelien, Kees, Eric, Marc,Martin, Rolf und ich.

 

 

Mit geschätzten drei Stunden sollten wir gut im Rennen liegen. Das Wetter war mal wieder spitze. Regen beim Start und eine frische kühle den ganzen Tag über. Wind aus O bei Kursen von NW-NO. Am ende auf der Ziellinie dann gegenan und hier hatten wir noch unseren großen Auftritt. Bei halben Winden mussten wir das Feld ziehen lassen. 30m Schiff und drei Masten voll mit Segel sind für uns zu viel. Dranbleiben und dann auf der Kreuz überholen ohne einzuholen, ( „kommt mir bekannt vor“).

Der Start war gut, denn es wird für jeden eine Zeit genommen. Dafür gab es ein Nummerngirl, um dem Startschiff zu zeigen wer wir sind und dann mit vollen Segeln auf den Tonnenstrich.

Viel Spielraum bleibt nicht, denn an den Rändern wird es schnell flach. Ein wenig an den Sandbänken vorbei schrammen und so Zeit herauszuholen. Als der Regen nachließ wurde es dann auch eine schnelle Überfahrt. Keine Segelmanöver notwendig bis zum einbiegen auf die Ziellinie. Ab hier ging es Richtung O und somit genau gegen an. Unsere große Stunde kam, denn kreuzen können die langen Plattbodenschiffe nicht. Sie werden verdammt langsam und wir als Collin Archer Bau sind schnell. Es gab spannende Kämpfe und Begegnungen. Das Zielschiff kam immer näher und wir lagen inzwischen so an vierter Stelle. Doch wo genau verläuft die Ziellinie. Wir nahmen an zwischen den Tonnen und machten, was wir erst später erfuhren, 30m vor dem Ende noch eine Kreuz und segelten parallel zur Ziellinie um dann diese durch Zufall zu treffen. Blindes Huhn findet auch was. Danach noch durch den Engpass vor der Insel und rein in den Hafen. Doch dies war diesmal nicht ganz so einfach.. Im Engpass hatten wir leichte Grundberührung da die Flut noch nicht so hoch war um gefahrlos durchzusegeln. Kurz Motorschub und weg von dem Sandhügel. Vor dem Hafen warten, denn alle Schiffe wurden durch den Hafenkapitän zu ihrem Platz geleitet. Bei der Menge an Schiffen eine gute Idee. Wir lagen gleich vorn links bei der Fähre und das an zweiter Stelle. Was macht man zuerst? Bier und Kibbeling natürlich.

Zum Abendessen gab es gebratenen Fisch und Miesmuscheln. Einen guten Salat sowie Reis und verschiedene Soßen. Um 2000 Uhr ging die Siegerehrung los. Für die ersten drei einer Gruppe gibt es Zinkteller mit dem Datum und der Platzierung. Für uns gab es nichts, denn wir kamen auf   Platz 5. Ich bin dann noch mit Rolf durch die Gassen von Terschelling gezogen und bei einem guten Glas Bier hängen geblieben. Irgendwann kamen alle auf das Schiff und am nächsten Morgen gegen 1100 Uhr liefen wir wieder aus um gegen 1700 Uhr in Harlingen zu sein. Ein warmer trocknender Tag für leichte Bekleidung. Ein versöhnlicher Abschluss nach einem nassen Segeljahr.
Die Rückfahrt ohne Probleme und Stau und somit gegen 2300 Uhr wieder zu Hause.

 

Bis die Tage
Burkhard