Grachten und andere Hindernisse
13.08. -20.08.10


Es wird mal wieder eng auf Holländischen Binnengewässern.
Ganz in Familie geht es gemütlich mit Kahn und Angel durch die Binnengewässer

Wir haben den Kanal noch lange nicht voll.......................... so geht ein altes „Kneipenlied“.
Doch wir waren in Holland im Kanal und er ist doch voll.

Eine Woche bei Wind, Regen und Nebel unterwegs in Friesland. Es wurde schon ungemütlich was das Wetter uns bot. Mit unserem Pegasus einem 10,50 m langen und 4m breiten altgedienten Motorboot zu zweit zwischen Echtenerbrug und Prinzenhof und dabei Orte kennen gelernt wie Joure,Grouw und Heerenven.

Abfahrt war am 14.08 früh mit dem Ziel Heerenven. Doch daraus wurde nichts. Es gibt zu viele Brücken über die Kanäle und nicht jede wird geöffnet. Genau das ist uns passiert. Bei eine Höhe von 3,50m ist ein Brückenschlag von 2,80m einfach zu niedrig. Es gibt auch Brücken mit 1m Durchfahrthöhe, doch der Trick ist, da gibt es einen Brückenöffner, der mit einer Angel bewaffnet einen Holzschuh zum Boot schweben lässt um Brückengeld zu zahlen. Dieses ist unterschiedlich und wird vorher angezeigt. Es liegt zwischen 1,20 – 2,50 Euro und wird während der Durchfahrt kassiert. Für uns hieß es umdrehen und einen anderen Kanal finden der uns zum Ziel Prinzenhof bringen soll. Für den Abend hatten wir uns dann die Stadt Joure ausgesucht. Dort gibt es einen Hafen und somit ist bestimmt was los. Ab in die Einfahrt Kanal und dort wird es eng, denn auf beiden Seiten liegen Boote festgemacht an Land. Mann kann nur hoffen, das keiner von vorne kommt. Anlegen, Strom organisiert und mit dem Klappfahrrad auf Entdeckungstour. Als wir dann schon eine Zeit unterwegs waren ging mir die Luft aus.....dem Hinterrad. Na dann pumpen wir uns eben Luft. Geht nicht keine Pumpe und dann die Erkenntnis, Loch im Schlauch. Schieben zum Boot auf dem kürzesten Weg. Trotzdem waren es 6km Fußmarsch.

Was macht man wenn die Nacht kommt? Kämpfen mit den Mücken war angesagt. Die Kanäle sind voll und bei größerer Wärme stelle ich mir das noch schlimmer vor. Der nächste Tag brachte Wind und bewölkten Himmel und uns die Weiterfahrt. Noch schnell an den Steg um Wasser zu bunkern, denn der Tank hat nur 250L und da geht auch die WC-Spülung ab. Es ging über Seen und dem Hauptkanal der zur Berufsschifffahrt genutzt wird weiter. Der Prinzess Margarethen Kanal ist voll und nur in Kolonne geht es vorwärts. Wir machten an diesem Tag in der Natur fest. Am Rande des Prinzenhofes rechts rann und gut ist. Dies ist in Holland für drei Tage möglich. Nach dem Festmachen Landfein gemacht und ab zur Erkundung. Nach 20min waren wir wieder vor unserem Boot, denn wir hatten an einer Insel festgemacht. Pech, aber da das Wetter schlechter wurde, wollten wir keine neuen Platz suchen. Es sind viele Landsleute auf den Kanälen unterwegs. Ob in Familie oder als Männerrunde sind sie immer zu erkennen. Der Prinzenhof ist eine zum austrocknen verdammte Torflandschaft. Jedenfalls war das so als ich vor Jahren hier mal vorbei kam. Jetzt hat sich die Region zum Ferienparadies entwickelt. Die Regenschauern wurden wieder stärker und der Nebel kroch über die Äcker. Trotzdem fuhren wir weiter mit dem Ziel heute bis Heerenveen zu kommen.
Wir kamen auch an, doch dazwischen liegen Kanaldurchfahrten von 10m breite und dann kommt einer von vorn. Es kommen dann schon Hitzewallungen ob das klappt. Angekommen und fest am Steg war der Regen auch weg, also Fahrrad raus und ein neuer Anlauf. Daraus wurden 10km Rundkurs. Ohne Fahrrad ist Heerenveen nicht zu erleben. Der Hafen ist im Industriegebiet und sehr weit außerhalb.Nach der Rückkehr die Angel ins Wasser gehalten und die Fische gefüttert. Das Nachbarboot holte die raus die ich geködert hatte. Nach einer Stunde gab ich auf es stand 12:0 für die Nachbarschaft.

Am nächsten Tag hieß der Plan zur Mittagszeit gemütlich im Regen weiter um Echtenerbrug zu erreichen. Nach dem festmachen ab zum Käpt. Dinner in eine wirklich hervorragende Kneipe mit super Küche. Es schmeckte und der Abend fand feucht fröhlich ein Ende.

Am letzten Tag noch mit dem Auto einen Ausflug nach Harlingen und dann mit der Katamaranfähre rüber zu Insel Terschelling. Ein schöner Tag mit viel Erlebnissen auf der Insel. Auf der Rückfahrt noch den Ort Lemmer besucht und dann kam auch schon die Rückfahrt nach Hause. Wer kann sollte Lemmer nicht auslassen. Der Ort gehört zu den gemütlichen Eilanden am Ijsselmeer.

Ob es wirklich noch einmal ein Motorboot sein muss, steht nicht fest. Man hat zwar viel Platz aber mit gedrosselten Motor und ständig tuck tuck ... macht das irgendwie keinen richtigen Spaß. Doch sollte eine größere Truppe dabei sein, kommt bestimmt Stimmung auf.


Bis die Tage
Burkhard