POMS - Zwischen Adel und Arbeiterklasse


Monika

Jan

Gerda

Eric

Burkhard

Eva

Rudi

POMS

Ein Törn mit vielen Gegensätzen ist zu Ende. Spaß hat es gemacht, jedenfalls die meiste Zeit.
Denn das Wetter hat sich mal wieder von allen Seiten gezeigt.
Los ging es am 29.04. von Harlingen mit der POMS in Richtung Wattenmeer. Als Ziel war die Insel Vlieland vorgesehen. Das erreichen war noch nicht klar, denn der Wind kam natürlich aus dieser Richtung.Ablegen und schleusen und mit der Ebbe raus aus dm Hafen. Da die Hafeneinfahrt durch Wälle geschützt ist, kam das große Halo nach der Ausfahrt. Der Wind war kalt und es wurde immer mehr Kleidung benötigt.
Der Verkehr war mäßig und mit Groß- und Vorsegel ging es an die Kreuz.Es war der Rudi Tag. Er hatte Lust und Freude die meiste Zeit am Ruder zu stehen. Für ihn war es die erste Tour mit der POMS und er konnte so das Schiff am besten kennen lernen.Die POMS ist ein Collin Archer Nachbau aus Stahl mit
ca. 30Tonnen Gesamtgewicht. Es ist ein Zweimaster mit Gaffeltakelung. Das besondere ist das setzen der Segel. Einfach hoch und fertig gibt es hier nicht.
Drei Mann ziehen um das Tuch nach oben zu bekommen.
Wir waren diesmal eine bunte Truppe.Eric, Eva, Gerda und Jan von der holländischen Fraktion und Monika, Rudi und ich von der deutschen Enklave.

unter vollen Segeln

Rudi & Monika

Jan

 

 

Es war nur Schade, das wir kein holländisch und Eva kein deutsch konnte, somit war eine Unterhaltung nicht möglich. Für mich steht fest, nirgends mitzufahren, wenn es nicht wenigstens eine Art der Verständigung gibt.Leider wurde die Seetauglichkeit auf die Probe gestellt und nicht jeder konnte sie bestehen.Doch die Insel kam immer näher und bei der Hafeneinfahrt strahlte die Sonne und die orangenen Fahnen. Was ich nicht wusste, es war der Vorabend des Königinnengeburtstages. An diesem feiert das Land ihren Adel, Königin Beatrix. Unsere holländischen Mitsegler ließen es sich auch nicht nehmen darauf anzustoßen. Es folgte eine herrliche Wanderung durch die Kleinstadt und dem angrenzendem Naturschutzgebiet. Für uns war dann nach dem Abendbrot auch der Tag zu Ende. Unsere Mitsegler hatten Grund noch einmal los zu gehen um die Königin hoch leben zu lassen

POMS im Hafen

POMS

Rudi

Sonnenbad

Mainstreet



 

 

Trotzdem ging es am nächsten Tag pünktlich los, mit Ziel Terschelling. Leider mit Schwachwind so das wir zeitweilig den Motor laufen lassen mussten. Die Begegnung mit Seehunden war spannend sowie die Plattbodenschiffe welche Kurs auf das Festland nahm. Wir kamen gegen 14.00 Uhr an und zogen gleich los auf Erkundungstour. Jeder hatte seine Vorstellungen. Ich wollte mit dem Rad über die Insel. Monika und Rudi kamen mit und es wurde ein herrlicher Ausflug. Neben dem Insel gibt es zur Zeit ein einmaliges Schauspiel auf Terschelling.
Am 9.2.06 hat ein Frachter auf der Nordsee vor der Insel 59 Container verloren.Diese wurden an Land gespült und die Insulaner holten sich was zu gebrauchen war. Was das Meer gibt gehört dem wer es findet.
So gesehen eine gute Regelung, leider waren keine Meerjungfrauen dabei.Doch der Inhalt lässt sich zu Geld machen. Kinderspielzeug, Unterwäsche, Windjacken und Sportschuhe lagen zu tausenden Stück am Strand. Es wurden Filmaufnahmen von der Bergung gemacht. Es muss unvorstellbar sein, wenn ein solcher Fund vor der Haustür liegt.Es wurde sogar schweres Bergungsmaterial eingesetzt, um die Container mit Tiefladern vom Strand zu holen. Jetzt wird alles verkauft.Sportschuhe für 5,--Euro, Jacken für 20,--Euro nur die Unterwäsche will keiner.Wir drei haben uns eingedeckt. Danach noch das Wrackmuseum besucht sowie den Nordstrand.Nach drei Stunden quer über die Insel kamen wir im Hafen an. Ein gemütliche Bier zum Abend und der Tag ging schlafen.

Eric

Überfahrt

Monika

Rudi

Burkhard

Hafenausblicke

 

 

 




 

 

 

Es kam der Montag und somit unser Feiertag, 1. Mai Frühstück mit Fahne.Ein Feiertag den die Holländer gar nicht feiern. Ich dachte ja Proletarier aller Länder feiern gemeinsam.So legten wir bei 6 Bft und Kreuzsee ab mit Ziel Harlingen.Wieder Wind von vorn. Wieder kreuzen und motoren. Diesmal hatten wir viele Entgegenkommer. Über Funk erfuhren wir, es handelt sich um Überfahrten nach Hamburg. Der Hamburger Hafen hat am 06.05. Geburtstag.Die See war rau der Wind böig und jeder war froh als die Leinen fest waren in Harlingen

 

 



 

 

 

Leider ist dies immer ein viel zu schnelles Ende eines Törns. Nun ist jeder auf sich gestellt. Packen, Auto auslösen und beladen. Die Truppe zerfällt sofort da alle ein anderes Ziel haben.Das gute war noch, das die Autobahnen frei waren und eine schnelle Rückfahrt garantierte.

Bis die Tage
Burkhard